
MAXMINDS 2.0: Die Runde 2025/26
Was das Programm in der Runde 2025/26 erreicht hat.
In der Mentoring-Runde 2025/26 von MAXMINDS 2.0 wurden von Vertreibung betroffene Forschende mit Mentor*innen aus verschiedenen Einrichtungen der Max-Planck-Gesellschaft zusammengebracht.
Wer hat sich beworben?
Auf den offenen Aufruf gingen 161 Bewerbungen von Forschenden aus 15 verschiedenen Nationalitäten und auf unterschiedlichen Karrierestufen ein. Die Bewerbungen wurden sorgfältig anhand der Kriterien des Programms geprüft: eine akute Gefahr der Vertreibung oder eine kürzlich erfolgte Vertreibung infolge von Krieg oder Naturkatastrophen in Verbindung mit einem eingeschränkten Zugang zu Forschungsressourcen und institutioneller Unterstützung. 36 Bewerber*innen wurden zur Teilnahme am Mentoring-Programm eingeladen.
Die Mentor*innen
Insgesamt wurden 26 Mentor-Mentee-Tandems gebildet.
Zum Kreis der Mentor*innen gehörten Direktor*innen, Forschungsgruppenleitungen sowie Forscher*innen aus 11 Max-Planck-Instituten. Sie vertraten ein breites Spektrum an Fachgebieten, darunter Sozialwissenschaften, Informatik, Rechtswissenschaften, Chemie, Physik, Biologie und Medizin.
Was durch das Mentoring erreicht wurde
Das Mentoring führte zu konkreten Ergebnissen. Mentees erhielten Stipendienangebote und Einladungen zu Forschungsaufenthalten und konnten trotz des Verlusts des Zugangs zu Laboren und Institutionen wissenschaftlich aktiv bleiben. In ihrem Feedback beschrieben sie die Mentoring-Beziehungen durchweg als mehr als rein fachliche Unterstützung: Sie boten Struktur, Ermutigung und Kontinuität in einer Phase, in der ihre akademische Laufbahn unterbrochen worden war.
Die Unterstützung wurde auf die individuelle Situation und die jeweiligen Bedürfnisse der Mentees zugeschnitten:
- Beratung zur wissenschaftlichen Laufbahn — Orientierung im europäischen Wissenschaftssystem, Stellensuche, Fellowships und Gastprogramme, insbesondere innerhalb der Max-Planck-Gesellschaft.
- Unterstützung bei Bewerbungen — Lebensläufe, Forschungsvorhaben, Stipendienbewerbungen, Empfehlungsschreiben und Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche.
- Forschungsstrategie — Entwicklung realistischer und umsetzbarer Forschungswege.
- Kontakte und Ressourcen — Vermittlung von Kontakten zu relevanten Forschenden, Abteilungen und offenen Stellen.
- Regelmäßiger Austausch — eine verlässliche Ansprechperson in unsicheren Lebens- und Arbeitsumständen.
Auch für die Mentor*innen hatte die Mentoring-Beziehung eine nachhaltige Wirkung. Sie berichteten, dass die Mentoring-Tätigkeit ihre Fähigkeiten bei der Unterstützung von Bewerbungen sowie ihre Zuhörkompetenz, Geduld, Empathie und Kommunikationsfähigkeit gestärkt habe. Zudem habe die Erfahrung ihren Blick auf das Privileg verändert, in einem unterstützenden akademischen Umfeld arbeiten zu können, und ihr Bewusstsein dafür geschärft, wie schwierig es ist, wissenschaftliche Arbeit ohne stabile Ressourcen oder institutionelle Unterstützung fortzuführen.
Die nächste Runde
Die nächste Mentoring-Runde soll von Oktober bis Dezember 2026 stattfinden.
Mentor*in werden. Wenn Sie einem Max-Planck-Institut angehören, möchten wir Sie dazu ermutigen, sich als Mentor*in zu beteiligen. Das Mentoring erfordert lediglich einige Stunden Zeit pro Monat; das MAXMINDS-Team begleitet und unterstützt Sie während des gesamten Prozesses. Es ist eine der unmittelbarsten Möglichkeiten, wissenschaftliche Kolleg*innen zu unterstützen, deren Arbeit durch Vertreibung und Krisen gefährdet ist. Füllen Sie dieses kurze Kontaktformular aus, wenn Sie teilnehmen möchten. Wir melden uns anschließend bei Ihnen mit Informationen zu den nächsten Schritten.
Als Mentee bewerben. Wenn Sie als Forscher*in von Vertreibung infolge von Krieg oder Naturkatastrophen bedroht oder betroffen sind und nur eingeschränkten Zugang zu institutioneller Unterstützung haben, finden Sie auf der Seite Bewerbung weitere Informationen.
Das Programm unterstützen. Abteilungen und Institutionen, die MAXMINDS durch Beteiligung oder organisatorische Unterstützung dabei helfen möchten, mehr Forschende zu erreichen, können uns unter MaxMinds@mpib-berlin.mpg.de kontaktieren.
Aufbauend auf den Erfahrungen dieser Runde möchte MAXMINDS 2.0 künftig mehr Mentor*innen gewinnen, Fachkenntnisse und Bedarfe noch gezielter zusammenbringen, den Kontakt auch bei Unterbrechungen aufrechterhalten und individuell zugeschnittene Unterstützung anbieten. So sollen noch mehr von Vertreibung betroffene Forschende die Möglichkeit erhalten, ihre wichtige wissenschaftliche Arbeit innerhalb der Forschungsgemeinschaft fortzuführen.
